İsmail Gasprinski
Ismail Bej Gasprinskij (russisch Исмаи́л Бекъ Гаспри́нский, krimtatarisch İsmail Gaspıralı, ukrainisch Ісмаї́л Ґаспри́нський; geb. 9. Märzjul. / 21. März 1851greg. in Avcıköy bei Bachtschyssaraj; gest. 11. Septemberjul. / 24. September 1914greg. in Bachtschyssaraj) war ein krimtatarischer Pädagoge, Journalist und Politiker. Er war einer der wichtigsten Vermittler der westlichen Moderne für die Muslime Russlands und erkannte als einer der ersten muslimischen Intellektuellen im Russischen Kaiserreich den Bedarf der türkischstämmigen und muslimischen Völker Russlands nach Erziehung, kultureller Reform und Modernisierung. Durch die Einführung der neuen Unterrichtsmethode Usul-i Jadid zählt er zu den Begründern des Jadidismus. Von 1882 bis zu seinem Tod gab er die zweisprachige russisch-türkische Zeitung Perewodtschik/Tercüman heraus. Von 1905 bis 1908 betätigte er sich als Organisator von muslimischen Kongressen. Der ab 1907 verfolgte Plan für einen islamischen Weltkongress, der in der ägyptischen Hauptstadt Kairo stattfinden sollte, scheiterte jedoch. Gasprinskij gilt auch als einer der Mitbegründer des Panturkismus. Nach Hakan Kırımlı war er „die bedeutendste Persönlichkeit in der Geschichte der Krimtataren vor 1917, und vielleicht auch aller Türken des Russischen Reiches“.
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